Inkjets : Digitale Foto-Editionen
        International

    Die Digitalisierung der Produktionsverfahren macht vor keinem Metier halt.
    Jetzt hat sie auch den Bereich der Fotokunst erreicht. Das Aufnehmen der
    Bilder mit digitalen Kameras ist vielleicht noch die Ausnahme, das Einscan-
    nen und Bearbeiten der Motive am Computer aber fast schon die Regel.

    Die jüngste technische Innovation betrifft das Ausdrucken. Jetzt gibt es
    nämlich digitale Printer, die Abzüge von Museumsqualität erlauben.Sie kön-
    nen auf Fotopapier und Fotoleinen ausdrucken. Dann sind die Abzüge von
    herkömmlichen Fotografien nicht zu unterscheiden. Oder sie produzieren
    »Giclées«. Das sind Inkjet-Prints mit speziellen Aquarell-Farben auf Qua-
    litätspapiere, wie man sie auch für klassische Druckgrafik - Radierung,
    Lithografie usw. - verwendet.

    Gegenüber konventionellen Fotografien auf Silbergelatine-Basis haben
    »Giclée«-Prints den enormen Vorteil längerer Haltbarkeit, da die verwen-
    deten Farben direkt ins Papier eindringen und dieselbe Lichtbeständigkeit
    besitzen wie das traditionelle Aquarell.

    Die »Digiprint«-Portfolio will nun einerseits mit den technischen Aspekten
    digitalen Kunstdruckens vertraut machen, dann mit den editorischen Ge-
    pflogenheiten bei Auflagen von Digitaldrucken und, last but not least, die
    Highlights bisheriger Editionen fotografischer Digiprints diesseits und jen-
    seits des Atlantiks vorstellen.

    Da Künstler ganz unterschiedlicher Stilrichtungen mit »Giclée«-Editionen
    experimentieren, bietet das Portfolio auch ein Panorama der momentanen
    Spielarten »digitaler Fotografie«, die sich in den letzten Jahren heraus-
    gebildet haben.


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