»Adriapolis - Hommage an eine ominöse Großstadt, eine Küstenstadt, die es
    eigentlich nur bei gutem Wetter gibt. Eine langgezogene Stadt, die zu anderen
    Zeiten keine Berechtigung hat, ohne Sinn und Zweck ist, verlassen, nur ein
    paar Schatten gehen spazieren. Adriapolis hat viele Namen, heißt Jesolo, an
    anderer Stelle Rimini, und ist doch stets nur das eine, das ewig gleich.

    Mein Interesse gilt der kruden Bebauung, den stereotypen Tätigkeiten und
    Nichttätigkeiten der nordischen Touristen, den durch den begrenzten Aufent-
    halt immer wieder neuen Fremden. Die Küste bietet in Abwesenheit der sonst
    mittelpunktischen Sonne, und hier ist sowohl die Nacht als auch schlechtes
    Wetter gemeint, archaische Tristheit. Die Sehnsüchte der Einzelzimmer wer-
    den mein Thema sein im Kontrast mit der Wucht des Meeres, mit dem Ange-
    schwemmten, dem Unterirdischen.« - Johannes Muggenthaler


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